10. Juli 2021

 

"Wie man einem toten Hasen die heutige Welt erklärt!"

 

Joseph Beuys - Ein Kunstworkshop und Open-Air Ausstellungsprojekt für alle von 10-14 Jahren. "Lache eine Menge, glaube an Zauberei, bade im Mondlicht, pflanze unmögliche Gärten", sagte Joseph Beuys. Für viele Erwachsene ist die Kunst von Beuys heute noch ein Rätsel. Sie sagen, seine Kunst sei "viel zu kompliziert, abgehoben und nicht verständlich!" Unser Ferien-Workshop beweist das Gegenteil. "Gerade die Kinder und Jugendlichen finden durch ihre Entdeckerfreude einen kreativen Zugang zur Ideen- und Bilderwelt des Künstlers", sagt Max Bilitza. Im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack Duisburg nahmen 11 junge Duisburger an dem Workshop teil und schuffen gemeinsam ihre Open-Air Kunstaustellung.


29. Juni 2021

 

Wo schauen wir hin und wo nicht? Was nehmen wir wahr und was nicht? Wie blicken wir auf etwas?

In den vergangenen Wochen haben sich 25 Schüler*innen der 11 EF des Mercator-Gymnasiums genau dies gefragt und sind im Rahmen des Projekts RuhrKunstUrban auf die Suche nach Antworten im öffentlichen Raum gegangen. Mit Impulsen der Kunstvermittlung des MKM Museum Küppersmühle für Modernde Kunst, Trainings des ARIC-NRW e.V. (Anti-Rassismus Informations-Centrum) und vor allem der eigenen Neugierde haben sich die Schüler*innen auf die Suche nach künstlerischen Momenten im öffentlichen Raum gemacht. Ausgehend von der intensiven Auseinandersetzung mit Architektur, Fragen der Perspektive und Kunst im öffentlichen Raum, sowie den Themen Rassismus, Diskriminierung und den eigenen Handlungsmöglichkeiten, sind die hier präsentierten Fotoarbeiten entstanden.
Um den experimentellen Charakter des Projektraumes praktisch zu demonstrieren, fand ein Workshop zur Gestaltung der Schaufenster vor Ort im High Field statt. Bei dem die jungen Künstler*innen zu Kurator*innen ihrer Ausstellung wurden. Die Fensterausstellung ist über den Zeitraum der Sommerferien zu sehen.

RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt ist ein Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen, gefördert durch die Stiftung Mercator.

 

 

 


19. Juni 2021

 

Das „Sprechende Klassenzimmer“ ist ein Experimentierfeld für analoge und digitale Kunstproduktion zu Zeiten der Kultur-Krise. Mit einer minimalistischen, interaktiven und zugleich ironischen Installation präsentiert sich der Jugendkunst Aktionsraum HIGH FIELD den Schüler*innen des Mercator-Gymnasiums im Kubus auf dem Schulhof.

 „Mache Kunst, sei Kunst, werde Kunst, bleibe Kunst“. Die Frauenstimme, die diese Fluxus-Forderung immer wiederholt, klingt seltsam künstlich. Aber genau deshalb passt sie in diese Atmosphäre aus kaltem Licht, Plexiglaswänden und Videoleinwand. „Die Künstlichkeit des Raumes ist überspitzt dargestellt.“ Relativiert Max Bilitza, der Leiter des High Field, der die Kunst-Mitmachstation in Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter Thorsten Allekotte geschaffen hat, um den außerschulischen Lernort HIGH FIELD unter den Mercator-Schüler*innen bekannt zu machen und den jungen Menschen gleichzeitig einen Reflexionsraum zu geben. „Die Installation kann als Moment des Spiegelns der eigenen Erfahrung, im Umgang mit der Pandemie gesehen werden“ sagt der Kunsttherapeut Rüdiger Eichholtz der im High Field mitarbeitet.    

Installation, Ausstellung und Konzept vermischen sich zu einem futuristischen Kunsterlebnis, bei dem Gegenwart und Zeitgeist kritisch reflektiert werden. Gleichzeitig lädt der Raum als Atelier, Labor und Werkstatt jeden dazu ein „Selbst-Kunst zu schaffen", dass High Field zu besuchen und zu einem Teil der Ausstellung zu werden.

Der Raum kann im Rahmen der Pausenzeiten des Mercator-Gymnasiums von 3 Schüler*innen gleichzeitig besichtigt werden. Hier geht´s zum Mercator-Blog.


10. Juni 2021

 

In ihrem Video-Beitrag berichten die Schüler*innen vom Mercartor-Gymansium über eine Ausstellung im High Field. Moderator Gabriel spricht darüber hinaus mit Projektleiter Max Bilitza. Hier geht´s zum Video.


18. Mai 2021

Podcast-Audio:

Maximilian Bilitza, Projektleiter vom High Field, zu Gast beim (Online) Netzwerktreffen: Leben in Hochfeld. Moderiert von Reinhard Schmidt (Stadtteilmanger Duisburg Hochfeld, EG-DU), Frau Dr. Harnischmacher (Direktorin Mercator-Gymnasium Duisburg) und dem Beigeordneten Paul Bischof (Dezernent der Stadt Duisburg). Rund 90 Hochfelderinnen und Hochfelder, Vereine, Wohlfahrtsverbände und Institutionen nehmen an dem Netzwerkt teil. Die Veranstaltung wurde per Zoom-Videokonferenz übertragen.


8. Mai 2021

Projektaufschlag mit dem Mercator-Gymnasium Duisburg und der Jugend-Kunst Aktion „Wider das Vergessen“ – Eine Wort-Kunst-Installation des Kunstkurses der Jahrgangsstufe Q1 (Leitung: Tobias Wagner) des Mercator-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Künstler Andreas von Minden. Kuratiert von Max Bilitza.

 „Wider das Vergessen“ heißt die Wort-Kunst-Installation, die vom 8.5 bis 12.6.2021 im High Field analog und digital zu sehen ist. Präsentiert wird eine sprachlich-künstlerische Auseinandersetzung mit dem zweiten Weltkrieg und seinen Folgen aus der Perspektive von jungen Menschen aus Duisburg. Im Workshop mit dem Künstler Andreas von Minden hat der Kunstkurs der Jahrgangsstufe Q1 (Leitung: Tobias Wagner) des Mercator-Gymnasiums ein flimmerndes Textgitter aus selbstgeschrieben Texten, Zitaten, Worthülsen und Songzeilen mit Zeichenkohle auf die Wände des Ausstellungsraumes projiziert. Die Wortkunst Installation wurde von den Oberstufenschülern im Rahmen einer Live-Kunstaktion mit Zeichenkohle direkt auf die Wände des Raumes im High Field geschrieben. Das Kunstwerk zeigt wie die kollektiven Erinnerungen an das NS-Regime im Unterbewusstsein der jungen Generation lebendig ist.

Die hier erzeugten Spuren erzeugen im Zusammenspiel ein flirrendes Bild von hoher informativer Dichte zu ortsbezogenen, Alltagsrelevanten und politischen Themen, die von einer seismographischen Treffgenauigkeit zeugen. Subjektive Eindrücke von Oberstufenschülerinnen des Mercator-Gymnasiums über das Oberthema werden poetisch-codiert in die heutige Zeit transferiert. Die Schau wird mittels Video in den digitalen Raum übertragen und kann auf der Homepage des Jugend-Kunst Aktionsraum „High Field“ virtuell besichtigt werden. 
 
„Mich erinnert die Wort-Kunst-Installation an das Schicksal der Menschen, die gestern und heute in einem Straflager untergebracht sind. Es erinnert uns daran, dass es weiter Unrechtsregime gibt, in denen Menschen politische Repressionen erleiden. Ich finde es beachtlich, dass die jungen Menschen inspiriert von diesem tiefgründigen Thema ein Kunstwerk von solcher Lebendigkeit geschaffen haben,“ sagt Max Bilitza der Leiter des High Field.

 

Hier geht´s zum Blog des Mercator-Gymnasiums Duisburg